T.i.P. Theater in der Provinz

„…ei, macht doch nit so e Theater! …“

„Ei, doch! Mir mache g'rad Theater!",  weil:

Marie-Luise den Kniff raus hat, sperrige Klassiker umzuschreiben, um sie dann mundgerecht, unterhaltsam und mit Regionalbezügen auf die Bühne zu bringen.

Die Anzahl der Originalrollen wird aufs Mindeste komprimiert, komplizierte Handlungsstränge werden mundgerecht vereinfacht.

Mit dieser Herangehensweise führt sie auch „Nicht-Theater-Gänger“ an Hugo von Hofmannsthal, Schiller, Goethe, Kleist heran, und vermittelt so große Theaterwerke unter Beibehaltung ihrer wesentlichen Handlungen, Spielzüge und Aussagen.

Die Zuschauer verlassen das Theater mit einem Lächeln auf den Lippen…

Sie ham’s gut!

…und wir, das Ensemble? Wer denkt an uns? Die Schauspieler???

Wir sind nach der Vorstellung immer klatsch-nass geschwitzt, weil:

-  wir mehrere Rollen spielen müssen,

-  uns die Reschissern Texte zumutet, welche man/frau sich
   kaum merken kann, 

-  wir uns konzentrieren müssen wer, wo, wann und warum am
   Seilzug von der Decke schwebt,

-  wir als vollbärtiger Edelmann hinter die Bühne hechten, 
   um gleich darauf als Burgfräulein mit roten Lippen zu 
   erscheinen und lächele, lächele, lächele.

…und so weiter und so weiter…

…und, liebes Publikum, glauben Sie etwa so was macht Spaß???

JA! Und wie! 

 

Darum wünschen wir Ihnen auch jeden Abend viel Spaß und gute Unterhaltung.

Und uns wünschen wir - aus den genannten Gründen - 
Toi toi toi!

Kontakt: [email protected]                  
facebook: Theater in der Provinz

und das ist die neue T.i.P.-Produktion für 2023:

„Was war mit der Stuart los?" frei – ganz frei nach Schiller 

Jeder kennt sie „Maria Stuart“, doch wer war sie wirklich? In diesem Jahr wagt T.i.P. den Drahtseilakt. Ein Historiendrama, die Geschichte einer Frau, die seit Jahrhunderten die Menschen beschäftigt.     
Wer war sie? 
Hat sie das Schafott verdient? Intrige – Revolten – Machtkämpfe und die Liebe haben das Schicksal von Maria Stuart bestimmt. 

Ein klassisches, dramatisches und dennoch amüsantes Theaterspiel für die Bühne. Diese Grätsche schafft das erfolgreiche Ensemble mit Bravour:
Marie-Luise Thüne:

Die Multi-Tasking-Theater-Fee schrieb, reschissierte und spielt. 

Trudy Hartung
Werner Hartmann 

Hans-Uwe Klügel

Dirk Loomans

                    

                    

Die arme Maria leidet, aber die Hauptsache die Herren im Rock haben eine handbreit Whisky im Glas...

Die letzte Nacht vor'm Schafott.
Da sind die Zuschauer doch alle gespannt wie's denn ausgeht:
- Wird sie vielleicht diesmal 
   gerettet?
- wird Blut fließen?
- und wenn JA > wer wischt's
  weg?
Fragen über Fragen

 

„Der Engländer Laster ist der Verrat, 
derweil der Franzose die Wollust hat“, 
Zitat Maria Stuart Königin von Schottland. Das lässt schon einiges ahnen. 

Folgende Fragen stellen sich hier:
1. wird dieser ominöse Geist Klarheit in das Verwirrspiel bringen?
2. oder ist's etwa der blutrünstige Hund von Bascerville?

Diese Termine werden hoffentlich Klarheit bringen:

Smeissers Theaterclub, Backhausstrasse 11, Nierstein-Schwabsburg:

Freitag, 30. Juni 2023

Samstag, 01. Juli 2023

Sonntag, 02. Juli 2023

Kartenbestellung telefonisch unter: 06133 – 927681
Kartenbestellung per Mail: 
[email protected] 


Im Innenhof des

Deutschen Weinbaumuseums, 

Oppenheim,  Wormserstrasse:

Samstag, 19. August 2023

Kartenbestellung per Mail: 

 [email protected] 

...und wegen der großen Nachfrage wird "En Riss is im  Dippche" auch 2023 nochmal aufgeführt:

Im Innenhof des Deutschen Weinbau-museums, Oppenheim, Wormserstr.:

Sonntag, 11. Juni 2023, 17:00

Kartenbestellung telefonisch unter: 0170-73 86 085

Frau Marthe, des Dippche bleibt auch im Jahr 2023 nur en Pisspott un kää Prezios'!

Dies Bildnis ist bezaubernd schön!

Herr Richter Adam, wie kommt das Loch in ihren Kopf? Seid ihr etwa in den Fall verwickelt?

und das war die T.i.P.-Produktion in 2022

"En Riss is im Dippsche"                           


„ Es war kää Prezios‘, es war en Pisspott, 

   ääfach nur en ääfache Pisspot"



 

Einblick in unsere Probenarbeit,...und sieht das vielleicht nach Spaß aus???

Das Ensemble
noch ohne Worte 


Die Marthe
mit dem Hauptdarsteller


De' Ruprecht

wird zu Unrecht beschuldigt

De' Veith
e alt Männche, des zu beschwichtigen versucht


De' Requisiteur

schiebt die ruhigste Kugel un' gibt überall soin Senf dazu.

Gerichtsrat Walter

...im Namen unseres Kaisers...

Die Magreth'

manch einer wär' froh, er hätt' se nit, mir hatte se gleich.

De' Licht

Adlatus,  emsiger Gehilfe vom Richter Adam


Die Reschissern un' de' Requisiteur

also, wenn die zwei die Köpp' zusamme stecke, was kann da schon debei rauskomme...warten wir's ab.


Adam & Ev'
so was gab's doch schon mal

Richter Adam
der tät' besser en klare Kopp behalte'

Jungfer Eve

...dies Bildnis ist bezaubernd schön


Richter Adam

ist ein harter Hund.

Lernen Sie uns kennen

Regie und so viel mehr!

ob Rock-Rollen oder Hosen-Rollen, er kann einfach alles spielen

Nicht viele können solch ein Out-fit tragen

Herr Richter, was spricht er

Mit weiblicher Note hat sie den Adam im Griff und behält immer den Durchblick.

Gerichtsrat Walter, die Erste

Gerichtsrat Walter, die Zweite

Gerichtsrat...Äh...Gerichtsrätin Walter, die Dritte

Eve, lass dein Haar herunter

...und so fing 2019 mal alles an...

En Riss is im Dippche

3 ausverkaufte Vorstellungen vom Dippche in Smeissers Theaterclub Nierstein-Schwabsburg

Magret, der Richter Adam is uff de Kopp gefalle.

Mit einem guten Schluck ist die Verhandlung eröffnet.

Frau Marthe, es is e Piss-Dibbche un kää Prezios'!

Zum Schluß müsse se sich all kriehe, sonst is' des Stück nit gut!

und wenn Sie immer noch nicht genug haben, dann gibt's hier noch bewegte und bewegende Bilder, in unserem ersten Trailer:
Aber Vorsicht, es ist wirklich nichts für schwache Nerven!

Die große Rückschau der T.i.P.-Produktionen:

Da wird der „fast Faust“ etwas für „Jedermann“ und der „Götz“ ruft:                                   
Sage ihm, er solle mir… den Apfel vom „Tell“ schälen.




fast Faust

1

2

tell Tell

1

2 Die Tarnkapp' 

3 ...hat 3 Ecken...

4 Helau oder Grüezi???

5 Dies Bildnis ist bezaubernd schön

Jedermann
Oppenheim   Allgemeine Zeitung Mainz  - Landskrone 

17.09.2018

Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ bei Festspielen zu sehen 

Von Andreas Lerg

Ein Stück im Stück, bei dem auch ein bisschen Lokalkolorit nicht fehlen darf, das gab es bei den Festspielen Oppenheim zu sehen. 


An eine ganz neue Interpretation des Klassikers „Jedermann“ hat sich die Gruppe „Theater in der Provinz“ gewagt. Marie-Luise Thüne mimt darin die Regisseurin Olga. Foto: hbz/Michael Bahr 

OPPENHEIM - „Wo bist Du Tod, mein starker Bot’?“, ruft der Herrgott aus. Er will dem von Geldgier, Lust und Lotterleben getriebenen Lebenswandel von Jedermann nicht länger zusehen. Konsequent schickt er den Sensenmann los, um Jedermann aus eben jenem Leben zu holen, auf das er sich vor Gott verantwortet, Rechenschaft ablegt und dann in die Hölle hinabfährt. 

Und so sucht der Tod den Geld liebenden und lüstern feiernden Jedermann heim. Sein Ende vor Augen, bittet dieser um Aufschub, um sich zu läutern. Dennoch geht es schlussendlich im Büßerhemd auf eben jene letzte Reise. 

Das bekannte Stück der deutschen Klassik von Hugo von Hofmannsthal wurde im Kulturkeller in Oppenheim vom „Theater in der Provinz“ (TIP) dargeboten – und zwar in einer eigenwilligen und vergnüglichen Interpretation. Denn das Quartett Marie Louise Thüne, Hans-Uwe Klügel, Tobias Christian Mayer und Carol Widmer spielte ein „Stück im Stück“. Sie spielen die Theatergruppe „Dramen Quartett“, die den Jedermann gibt. Und so erlebt das Publikum nicht nur den Klassiker in verdichteter Form, sondern auch das Gezänk einer Theatertruppe. Da wäre Regisseurin Olga (Thüne), die mal in die Rolle des Sensenmannes und in andere Rollen wie den in Gold gewandeten Mammon schlüpft. Da wäre Tom (Mayer), der zunächst den Jedermann spielt. Dann Jean-Jaques (Klügel), der den bettelarmen Nachbarn mimt. Und schließlich Liselotte (Widmer), beispielsweise als Gespielin. Und bei dieser Aufführung klappt natürlich nicht alles. Mal klemmt die Technik, wenn statt der Kirchenglocken die Klospülung durch den Raum hallt. Mal ist eine Requisite nicht gleich zu finden. 

Der Streit gipfelt recht früh im Stück im Stück. Da echauffiert sich Jean-Jaques, dass Tom den Jedermann zu frivol anlegt. Olga verfügt kurzerhand eine Umbesetzung und Jean-Jaques schlüpft in die Jacke und damit die Rolle der Hauptfigur. Die beiden Herren werfen sich vor, Schmierenschauspieler oder „Comedian-Hure“ zu sein. Die Aufführung des Jedermann hat das Ensemble auf lokale Themen angepasst: „Wer reitet von vorne, wer reitet von hinten, es ist der Vetter aus Finthen.“ Die Aufführung kommt mit einem minimalistischen Bühnenbild aus und lebt von der Spielfreude der Darsteller. Die binden das Publikum, holen bei der festlichen Sause des Jedermann zwei Personen als „Gäste vom Feste“ auf die Bühne. Dann sorgt das Publikum mit kleinen Taschenlampen für die schummerige Beleuchtung des Jenseits. 

Tobias Rich, Vorsitzender des Fördervereins der Festspiele Oppenheim, der das Stück im Amtsgerichtskeller auf die Bühne brachte, erklärt: „Wir wollten Theater mal etwas anders inszenieren, deshalb auch die lockere Bestuhlung mit kleinen Tischen und ein paar Knabbereien. So wollen wir Klassiker in einer modernen Interpretation anbieten.“ Das Konzept kommt gut an, die Vorstellung ist sehr gut besucht. Mit TIP arbeitet der Förderverein schon in der dritten Saison zusammen, bisher gab es „tell Tell“ und „fast Faust“. Vorher finden Besprechungen und einzelne Leseproben statt und auch die Musik wird speziell ausgesucht. 

 

1 Die Buhlschaft

2 Jedermann mit seiner Mutter

3 Jedermann begegnet dem Tod

4 und hier begegnet er Gott

5 Jedermann und der Mammon

6 das Ensemble bei der Ernte seiner Früchte, dem Schlussapplaus

Ein Ritter - Götz von Berlichingen

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